Schottland – Zwischen Metropolen und Schlössern

Kilts und Maltwhisky, alte Burgen und Dudelsäcke, dazwischen ein bisschen Nessie suchen und vielleicht ein paar Golfbälle schlagen? Dass Schottland viel mehr ist als das, haben Lianne und Georg H. ganz schnell festgestellt: „Wer nur mit den gängigen Klischees und ein paar Shakespeare-Dramen im Kopf kommt, wird ganz schön überrascht sein“, findet das Paar, das kürzlich mit König’s Reisen im nördlichsten Land Großbritanniens zu Gast war. Dabei hat Schottland die deutschen Besucher nicht nur mit seiner mystischen Landschaft verzaubert: Auch die Aura einer jahrhundertealten Geschichte, die allerorten zu spüren ist, hat die Gäste in ihren Bann geschlagen.

Edinburgh König's Reisen

Darauf eingestimmt haben sich die Urlauber schon auf der Anreise: Die bequeme Fahrt in den Sesseln des 2/1-bestuhlten 5-Sterne Premium-Busses nach Amsterdam, eine Nacht an Bord der Fähre auf dem Weg nach Newcastle – alles ganz entspannt. Und so war den Schottland-Neulingen ganz schnell klar: „Schottland ist nicht wie England!“ Besonders in Edinburgh hatten sie das Gefühl, „in einer ganz besonderen Stadt“ zu sein: „Man kann das Gefühl schwer fassen, aber es ist wie ein Abtauchen in lebendige Geschichte.“

2/1-bestuhlter 5-Sterne Premium-Bus

Besonders beeindruckt waren die Reisenden auch von Jochen König als ihrem ganz „persönlichen Reiseleiter“: „Er brennt für das Land und diese Begeisterung hat sich auf die Gruppe übertragen“, sind sich Lianne und Georg H. einig. „Jeden Tag haben wir Blätter voller nützlicher Informationen bekommen – wo gibt es denn sowas noch?“ Und ganz nebenbei: Die ein oder andere Whisky-Probe hat auch zur lockeren Stimmung in der Gruppe beigetragen, wie das deutsche Paar augenzwinkernd anmerkt: „Da waren auch steifere Mitreisenden gleich viel weniger zugeknöpft.“

Kleiner Hinweis am Rande: Wer den berühmten schottischen Whisky oder auch ein kühles Bier in einem der vielen Pups probieren möchte, muss selbst aktiv werden. Hier ist das Bestellen und Mitnehmen an der Theke an der Tagesordnung. Wer am Tisch sitzen bleibt und auf Bedienung wartet, bleibt durstig. Seinen schottischen Tischnachbarn sollte man dabei aber tunlichst nicht auf die sprichwörtliche Geizigkeit ansprechen.

Schottland Whisky Pub

Denn dass hier großzügige Gastfreundschaft großgeschrieben wird, haben Lianne und Georg H. schnell bei ihrem Besuch festgestellt: Ganz besonders gefesselt hat sie die „Teatime“ in Edinburgh: „High Society für alle“, schmunzelte das Paar noch heute bei der Erinnerung. „Man kann sich ein bisschen fühlen wie ein Großfürst und man wird auch so behandelt.“

Fast hatten die Besucher so den Eindruck, ein wenig von dem nachempfinden zu können, was auch Queen Elisabeth II. so sehr an Schottland fasziniert: Das königliche Schloss Balmoral fanden die Reisenden verglichen mit dem sonstigen Glanz der Monarchie „fast bescheiden“. Dennoch haben sie sich sehr willkommen gefühlt: „Das Personal war so nett, man kam sich fast ein bisschen königlich vor.“

Blmoral Castle

Dass das Verhältnis von Engländern und Schotten nicht immer so reibungslos lief, ist beim Blick auf die bisweilen blutige Geschichte beider Länder miteinander kaum überraschend: Bei ihrem Besuch im Alnwick Castle der Familie Percy im Grenzgebiet Northumbria bekamen die Gäste davon einen ganz speziellen Eindruck. „Es wurde auf beiden Seiten hart gekämpft“, findet Georg H. „Da imponiert es umso mehr, dass die Schotten sich ihre Identität bewahrt und sie auf besondere Weise in die Moderne gerettet haben.“

Kein Wunder, dass sich heute noch insbesondere die Highlands am intensivsten zu Fuß erleben lassen: Auf Wanderer warten oft auf viele Kilometer menschenleere Landschaften, wildromantisch und immer noch durchzogen vom mystischen Hauch der Vergangenheit. Aber Vorsicht: Das schottische Wetter ist dafür bekannt, schnell umzuschlagen. Wanderer sollten sich daher mit der passenden Ausrüstung auf den Treck oder die Klettertour begeben.

Für die Gäste aus Deutschland hat sich Schottland einmal mehr als „ein ganz besonderes Stück Europa präsentiert: „Hier spürt man, wie groß der Commonwealth ist“, erinnern sich Lianne und Georg H. gemeinsam. „Und es tut ein bisschen weh, dass der Brexit gekommen ist.“ Eine Reise in das grüne, hügelige Land würden sie aber dennoch jederzeit empfehlen.

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