Mein Prag von Hans Walenta

Prag
die „Schöne“ an der Moldau.
Das Stadtbild ist geprägt durch die Baustile verschiedener
Herrschergeschlechter, die über die Jahrhunderte hier regierten und auch häufig residierten.
Gotik, Barock und Jugendstil prägen das Stadtbild.
Der Habsburger Einfluss ist überall erkennbar.

Thomas Mann schrieb einmal:
„Ich bin froh wieder einmal hier zu sein in dieser Stadt,
 deren architektonischer Zauber fast einzigartig
unter allen Städten der  Welt ist;

 ich bin glücklich wieder einmal von einer Freundeshand durch
die offenen und verborgenen Schönheiten geführt zu werden…“

Die Hauptstadt Tschechiens blieb von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs weitgehend verschont. Der einmalige Baubestand sorgte dann bereits 1992 für den UNESCO Weltkulturerbe-Titel, mit dem sich im Laufe der Zeit noch 11 weitere Sehenswürdigkeiten Tschechiens schmücken dürfen.  In Prag wird Europas Vergangenheit deutlich, auch wenn es manchmal eine blutige war.  Eine Prager „Spezialität“ dabei waren die „Fensterstürze“. 1419 beim ersten Prager Fenstersturz beförderten aufgebrachte Hussiten mehrere katholische Ratsherren aus einem Fenster des Neustädter Rathauses; bekanntermaßen der Auftakt der Hussitenkriege. Die Ratsherren überlebten den Sturz, jedoch nicht den Mob, der unten wartete und die Gelandeten erschlug. Auch der zweite Prager Fenstersturz war Ausdruck von Konfessionsspannungen.  Diesmal warfen wütende Protestanten katholische Adelige aus der Prager Burg. Diese kamen – obgleich der Sturz ungleich höher war als beim ersten Mal, nämlich 17 Meter, mit dem Leben davon. Der Misthaufen, in dem sie gelandet sein sollen, ist wohl eher eine spätere Anekdote. Ein Zusammenspiel der schrägen Mauer, die eine Rutschen statt Fallen ermöglichte, dicker Wintermäntel und eines abfedernden Grabens sorgten wohl eher für das Überleben. Die hinterher geschossenen Kugeln bezeugen die entgegengesetzte Absicht der Werfer. Doch mit diesem Fenstersturz begann der Dreißigjährige Krieg, ein Religionskrieg, für den das tschechische Volk bitter bezahlen musste. Als 1648 der Westfälische Friede geschlossen wurde, waren Böhmens Städte zerstört und fast die Hälfte der Einwohner nicht mehr am Leben.

Den letzten Tiefpunkt erfuhr die Stadt dann im August 1968, als Panzer des Warschauer Pakts den „Prager Frühling“ niederwalzten  und damit auch die Hoffnungen auf einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ , wie ihn die Tschechen und Slowaken unter Alexander Dubček nannten.

Nun aber genug mit Geschichte und ein paar erste Bilder. Mein Tipp: Wer früh am Morgen unterwegs ist kann die besondere  Atmosphäre spüren und auch schon mal eine tollen Schnappschuss machen!

Auch aus der Distanz zeigt die Stadt Ihre Schönheit. Dies belegen die folgenden Aufnahmen mit Blick auf Altstadt und Burg.

Man sollte auch immer ein Auge für den einzigartigen Architekturmix haben:

… und die „Kleinigkeiten“, die es hier zu entdecken gilt/gibt:

Wussten Sie, dass in Prag 1348 die erste Universität Mitteleuropas, damals Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, durch Karl IV.  gegründet wurde?  Auch sonst waren die Wissenschaften hier hoch angesehen. So galt bereits um 1600 der Hof von Rudolf II. mit den Astronomen Johannes Kepler und Tycho Brahe als eine Hochburg der Naturwissenschaften.

Auch heute noch hat die Stadt nicht nur für Touristen eine  außerordentliche Anziehungskraft. Die hohe Dichte der Fachkräfte in der knapp 1,3 Millionenmetropole hat auch viele internationale Konzerne angezogen. Daneben liegt Prag selbstverständlich auch zentral und die Tschechen verfügen über eine jahrhundertealte industrielle Tradition. Dies ist auch für die Touristen von Vorteil, denn der Wirtschaftsboom äußert sich in sehr geringer Arbeitslosigkeit und einer hohen Renovierungstätigkeit bei historischen Bauten.

Diese zeigen ihre Schönheit vor allem des Nachts, denn die Prager verstehen es, ihre architektonischen Meisterwerke durch spezielle Beleuchtung in Szene zu setzen.

Ich hoffe, ich konnte bei Ihnen das Bedürfnis wecken, dieses einmalige Prag-Flair einmal selbst zu erleben. Natürlich ist auch ein Pragbesuch zu einem zweiten oder dritten Mal immer eine gute Idee.

Neben den wunderschönen Bauten und den gastfreundlichen Hauptstadtbewohnern sind auch die Köstlichkeiten der tschechischen Küche und die Vielfalt der tschechischen Braukunst eine Reise wert.

Unsere Pragreisen sind so konzipiert, dass Sie nach der jeweils halbtägigen Führung ausreichend Zeit finden, die Schönheiten der Stadt nochmals auf eigene Faust zu erkunden. Das wunderbare Städteziel bieten wir Ihnen sowohl im 4-Sterne Komfortbus als auch im 5-Sterne Superior Premiumbus an, dann sogar mit einem ganzen freien Tag zur Verfügung. Museumsbesuche und /oder ein häufig genutzter Opernbesuch runden das Programm perfekt ab. Unsere Hotels sind so gelegen, dass viele Sehenswürdigkeiten fußläufig zu erreichen sind. Zudem liegen U-Bahn, Straßenbahn- und Bushaltestellen stets in unmittelbarer Nähe der Hotels.

Tipp: Öffentliche Verkehrsmittel. Die öffentlichen Verkehrsmittel, Bus, Straßenbahn und U-Bahn, bieten Ihnen die Möglichkeit binnen weniger Minuten fast alle Prager Sehenswürdigkeiten kostengünstig zu erreichen. Ein dreißig Minuten gültiges Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel kostet umgerecht 1 € , Tagestickets ca. 6 €. Personen, die das siebzigste Lebensjahr vollendet haben, fahren sogar kostenfrei (daher Personalausweis mitführen).

Ich werde in Prag unterstützt von unserer langjährigen und sehr beliebten Reiseleiterin Bronka, die Ihre Stadtführung(en) – auch wegen der schieren Größe und Zahl der Sehenswürdigkeiten – auf 2 halbe Tage verteilt. So sehen Sie viel, aber es wird auch nicht zu anstrengend und es bleibt Zeit, das Gesehene selbst zu vertiefen.   Selbstverständlich helfen Bronka und ich Ihnen vor Ort mit Tipps zur Freizeitgestaltung, Restaurantempfehlungen oder zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

So, und jetzt noch zu einem kleinen Gewinnspiel. Es geht um das Nationalgetränk der Tschechen (neben dem Bier): Becherovka – der aus Karlsbad stammende Kräuterbitter wird nach einer geheimen Rezeptur hergestellt. Aus Kräutern, Ölen und (ein wenig) Alkohol. Karlsbad ist ein Kurort, in dem zwölf heilende Quellen sprudeln und Becherovka ist die dreizehnte – sagt der Tscheche.  Man trinkt ihn pur, eisgekühlt oder als Mixgetränk. Der sogenannte „Beton“ ist wohl der bekannteste Longdrink, gemixt aus Becherovka und Tonic Water. Eine Flasche dieser Medizin verlosen wir an drei der Mail-Einsender mit der richtigen Lösung (info@koenigsreisen.de).

Und nun zur Frage:

Unsere Mitarbeiter fahren häufig auf den Touren mit, um sich vor Ort ein Bild über das Ziel, die Qualität der Hotels und der weiteren Leistungsbausteine sowie die Harmonie der Detailplanung zu machen. Erkennen Sie auf dem nachfolgenden Bild das Mitglied des König’s Reisen Teams? Einfach uns den Namen per mail senden (info@koenigsreisen.de – bitte nicht über facebook), Stichwort „Quiz: Prag mit König’s Reisen“. Viel Glück bzw. „Na zdraví!“. So prosten sich die Tschechen zu. Das bedeutet „zum Wohl!“ oder wörtlich übersetzt: „auf die Gesundheit!“.

Alle Bilder: Hans Walenta

5 Gedanken zu „Mein Prag von Hans Walenta“

  1. Hallo Herr König,
    herzlichen Dank für diesen Beitrag. Er erreicht das was Sie wollten, die Sehnsucht nach einer schönen Reise!
    Ich hoffe wir werden bald wieder die Möglichkeit haben.
    Herzliche Grüsse
    Hans Kottemer

  2. Sehr schöne Bilder, sehr gut geschrieben!
    Macht Lust auf diese Reise.
    Vielleicht können wir ja bald wieder mit König’s reisen.

  3. Bisher stand Prag nicht so ganz auf meiner Wunschliste. Aber die Bilder von Herrn Walenta und Aussicht auf einen Rundgang mit
    Frau Bronka…. Ich glaube, ich stelle meine Vorbehalte zu einer Pragfahrt zurück (unehrliche Taxifahrer etc.) und gebe dem „sehnlichen“ Wunsch meiner Frau nach. Prag steht auf deren, jetzt auch meiner Wunschliste. Mal schauen, was CORONA zulässt.

  4. Ein sehr guter Bericht mit wunderbaren Bildern. Ich hatte das Gefühl ich wäre wieder dabei. Danke
    Ich freue mich mich auf eine nächste Reise

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